Stadt oder… Der Aufstand des Besonderen

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1        Einleitung

Drei Fragen, erstens: Was ist Stadt? Zweitens: Was ist Kritik? Drittens: Leben »wir« in besetzten Städten? Die Arbeitsthese: Stadt ist nie nur besetzt, sowie nie ganz frei, Stadt ist mannigfaltig, sie trägt widersprüchliche Szenarien in sich. Frei sind »wir« (alle) nicht als vernünftige Wesen, sondern in unserer Besonderheit, am Ort der Nicht-Repräsentation.

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FOUCAULT IN DER FRANCKSTRASSE

Situation: Eine Brücke, eine Autobahn, Industrie, Franckstraße / Füchselstraße, Linz am Übergang in Industrie. Wir sitzen auf Stufen. Der Verkehr ist stark, der Wind tönt, es wird gebaut.
Wir haben uns an diesen Ort begeben, um an einer Zone des urbanen Übergangs, nach städtischer Magie zu fragen. Nach einer Form der Selbstsorge, die erlaubt ins Geschehen einzugreifen, die eine Ausrüstung werden kann, um Welten zu begegnen, die uns fast täglich in neuer Gestalt erscheinen.
Was mit sich selbst anfangen? Das ist die leitende Frage dieser Überlegungen.

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BERGSON IN DER WIENERSTRASSE, SOZUSAGEN

Situation: Eine große Kreuzung, Wienerstraße / Turmstraße, Linz am Eingang zur weiteren Peripherie. Wir sitzen auf einer zwischen Straßen erhalten Parkbank. Gegenüber der Linzer „Spinatbunker“ als architektonisches Wahrzeichen.
„Das Denken bleibt der Sprache inkommensurabel.“ (Henri Bergson „Zeit und Freiheit“)
Das Denken flüchtet mit Bergson aus dem Bereich des Sprachlichen. Die Stadt kann mit Bergson als Begleiter zwar beschrieben werden, jedoch nicht sehend, sondern im Hören. Sie wird zu einem Phänomen der „Dauer“, die Bergson als eine besondere Form von Zeitlichkeit bespricht. Wir versuchen Stadt zu treffen, jenseits der Geschichten, die wir von diesem Orte kennen. Stadt denken bedeutet für uns zu diesem Zeitpunkt durch Sprechen den Worten zu entfliehen.

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Der Philosoph auf dem Baum

ES WAR EINMAL, so könnte ein Märchen aus längst vergangener Zeit beginnen. Ein Märchen oder eine Geschichte, die uns helfen möchte LEBEN zu verstehen. Heute sei eine solche Geschichte vorgetragen, ist sie eine Erfindung der Tradition, ist sie tatsächlich passiert und Teil der Biographie eines Menschen? Diese Frage wollen wir bei Seite lassen, das Vorgetragene nicht nach seinem Wahrheitswert beurteilen, wir versuchen zu verstehen, warum diese Geschichte erzählt wurde.

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Es waren einmal ein König und der Philosoph Shankara, vermutlich bewegte sich Shankara zwischen 788-820 oder 850 n. Chr. durch die Gegenden, die wir den Planeten Erde nennen.

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Philosophische Liebesgeschichten

„Denn keineswegs bin ich etwa selbst in Ordnung, wenn ich die andern in Verwirrung bringe; sondern auf alle Weise bin ich selbst auch in Verwirrung und ziehe nur so die andern mit hinein. So auch jetzt, was die Tugend ist, weiß ich keineswegs; du aber hast es vielleicht vorher gewußt, ehe du mich berührtest“

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Der Philosoph als Nicht-Wissender als einer, der Verwirrung stiftet, so zeigt sich Sokrates seinen Gesprächspartnern, als seltsamer Guru nimmt er sich der Beschwerden nicht an, die ihn beschuldigen absichtlich zu verwirren, nicht wissend zu machen, sondern im Gespräch weit weg zu führen von der scheinbaren Erkenntnis.

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